Der Systemkontext. Die Definition von System, Systemgrenzen und Randbedingungen.

Was ist der Systemkontext, warum ist er wichtig und welche Vorteile bietet ein Kontextdiagramm?

1
2
3
4
5
Das Systemkontextdiagramm

Application Lifecycle Management mit objectiF RPM

Integrative Software für ALM
Bedarf. Lösung. Nutzen.

Nutzen Sie objectif RPM für Requirements Engineering,
agiles Projektmanagement und integriertes Testmanagement.

Was ist der Systemkontext?

Der Begriff Systemkontext beschreibt nichts anderes als die Umgebung eines Systems. Ein zu entwickelndes System steht niemals für sich alleine, sondern ist durch Interaktion mit seiner Umgebung verbunden.

Im Beispiel oben sehen Sie ein Kontextdiagramm eines zu entwickelnden Systems zur Verwaltung von Patienten und deren Daten. Dieses System interagiert mit verschiedenen Eingabegeräten, anderer Software und natürlich den Nutzern. Zudem ist das System bereits während seiner Entwicklung durch Gesetze, Normen, Richtlinien und Styleguides beeinflusst worden. In der Realität könnten Sie definieren, dass die Software vollständig barrierefrei sein soll. Oder dass sie mit allen aktuellen Smartphone-Betriebssystemen kommunizieren kann. Gut, wenn dies gleich am Anfang in die Analyse des Systemkontextes eingeht. Nachträgliche Änderungen später in der Entwicklung ziehen eine Reihe von technischen Änderungen nach sich oder sind nicht mehr zu realisieren. In diesem Fall muss ein unvollständiges und nicht ausgereiftes Produkt auf den Markt gebracht werden.

Neben dem System und dem Systemkontext gibt es noch die sogenannte irrelevante Umgebung. Hier findet sich alles, was für die Entwicklung eines Systems keinerlei Bedeutung hat.

Die Abgrenzung des Systemkontexts beantwortet drei entscheidende Fragen

  • Was soll entwickelt werden?

  • Was hat Einfluss auf die Entwicklung?

  • Was kann vernachlässigt werden?

Warum ist der Systemkontext wichtig?

Um zu entscheiden, wer und was auf das zu entwickelnde System Einfluss hat, muss der Systemkontext genau bestimmt sein. Und wer die Grenzen des Systems kennt, kennt den Scope – also den Umfang des Systems. Anders herum: Wird der Systemkontext nicht vollständig definiert, werden auch die Anforderungen unvollständig bleiben, die in die Entwicklung eingehen. Dies führt dann häufig zu großen, oft kostspieligen Problemen.

Welche Vorteile bietet ein Kontextdiagramm?

Die Systemkontextanalyse hat das Ziel, alle für ein System relevanten Personen, Gruppen, Organisationen, Prozesse, Ereignisse und Dokumente zu finden. Das Festlegen der Systemgrenze bestimmt gleichzeitig, welche Funktionalitäten das System selbst bieten soll und welche Schnittstellen es zu Fremdsystemen gibt.

Für die Analyse gibt es Hilfsmittel, beispielsweise Systemkontextdiagramme – gerne auch als Kontextdiagramm bezeichnet. Ein Kontextdiagramm zeigt die Zusammenhänge eines Systems grafisch auf und bietet einen schnellen Überblick zu allen Aspekten. Je nach Art des Diagramms können zudem hilfreiche Zusatzinformationen, Beschreibungen, Informationsflüsse und Interaktionen modelliert werden.

Am Ende entstehen so Produkte, die die Nutzer zufrieden stellen und alle gewünschten Funktionen bieten.

Das Lean Traceability Whitepaper. Jetzt als Geschenk.

Was bedeutet Traceability und wie kann Traceability auch beim Arbeiten mit Kontextdiagrammen erzeugt werden?

  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
*: Pflichtfelder
Ich erkläre mich mit der Zusendung des wöchentlichen microTOOL Newsletters einverstanden. Diese Zusage kann ich natürlich jederzeit widerrufen.

Systemkontext und Systemkontextdiagramme im Video

Was ist der Systemkontext und warum ist der Systemkontext wichtig? Und was sind Kontextdiagramme?

Wie Sie den Systemkontext als Basis für Ihre Entwicklung nutzen erfahren Sie hier >>

Sie haben weitere Fragen? Wir haben Antworten.

Wissen Online

Interessante Erklärungen finden Sie hier  >>