Eine Produkthierarchie erzeugen

von | 03.09.2013 | in-STEP BLUE anwenden

Stellen Sie sich vor, Sie entwickeln Systembausteine, die nach Bedarf in den konkreten Kundenprojekten verwendet oder angepasst werden. Ihre Projektstruktur gliedert sich dementsprechend in ein Systementwicklungsprojekt und diverse Kundenprojekte. Im Systementwicklungsprojekt werden die Systemanforderungen strukturiert nach Komponenten erfasst. In der Produkthierarchie befinden sich Verzeichnisse für die einzelnen Komponenten, die wiederum die Anforderungen aufnehmen können, die diesen Komponenten zugeordnet sind. Ihre Anforderungsübersicht könnte so aussehen:

Anforderungsübersicht in in-STEP BLUE
Eine Anforderungsübersicht in in-STEP BLUE

Zu sehen ist, dass die Anforderungen innerhalb der Komponenten nicht alphabetisch oder nach Nummern sortiert wurden. Die Anforderungen wurden vielmehr „manuell“ in die gewünschte Reihenfolge gebracht. Dazu wurde der Sicht die Spalte „Position“ – und zwar als nicht sichtbare Spalte – hinzufügt und als Sortierkriterium verwendet.

Produkthierarchie zwischen Kundenanforderungen und Systemanforderungen

Was aber, wenn es parallel zum Systementwicklungsprojekt Kundenprojekte gibt? In diesen Kundenprojekten werden die Anforderungen des Kunden an sein spezifisches mobiles Patienteninformationssystem erfasst und anschließend auf die bereits bestehenden Systemanforderungen abgebildet. Die Anforderungen besitzen deshalb eine zusätzliche benutzerdefinierte Eigenschaft, in der die Referenz zu den Systemanforderungen gespeichert wird. Der Zusammenhang zwischen Kundenanforderungen und Systemanforderungen wird als Produkthierarchie bzw. Produktabhängigkeitshierarchie dargestellt. Diese zeigt die Kundenanforderungen in einem Kundenprojekt und jeweils darunter die referenzierten Systemanforderungen aus dem Systementwicklungsprojekt, die benötigt werden, um die Kundenanforderung umzusetzen.

Systemanforderungen
Systemanforderungen mit Beschreibung

Bis hierher ist das erst einmal nichts Neues und als in-STEP BLUE-Anwender kennen Sie das bestimmt schon, aber haben Sie nicht auch gedacht: Schade um die Mühe, die wir uns beim manuellen Sortieren der Systemanforderungen innerhalb der Komponenten gegeben haben, denn davon ist bei den Referenzen im Kundenprojekt ja nichts mehr zu sehen. Schön wäre es doch, wenn sowohl die Komponenten, zu denen die Systemanforderungen gehören, als auch die manuelle Sortierung innerhalb dieser Komponentenverzeichnisse in die Sicht übernommen werden könnten. Und genau das ist auch möglich.

Komponenten in der Produkthierarchie anzeigen

Wollen Sie die Komponenten mit anzeigen? Dann überlegen Sie anhand der Anforderungsübersicht, ab welcher Ebene die Komponentenstruktur mit angezeigt werden soll und wählen beispielhaft die fünfte Ebene. Die komplette Hierarchie anzuzeigen wäre zu unübersichtlich.

Die Eigenschaften der neuen Sicht können Sie folgt konfigurieren:

Produkthierarchie definieren
Produkthierarchie definieren

Wenn Sie auf die Referenzeigenschaften klicken, können Sie auswählen, ob Sie die Hierarchie mit darstellen wollen und ab welcher Ebene.

Hierarchie und Ebene festlegen
Hierarchie und Ebene festlegen

Das Ergebnis sieht dann so aus:

Kundenanforderungen mit Komponenten- und Systemanforderungen
Kundenanforderungen mit Komponenten und Systemanforderungen

Sie sehen die gleiche Darstellung der Kundenanforderungen mit ihren zugeordneten Systemanforderungen, nur dass jetzt die Komponenten mit dargestellt werden.

Wer genau hinschaut, wird auch erkennen, dass die Sortierung jetzt mit der aus dem Systementwicklungsprojekt übereinstimmt. Dies wurde durch die zweite Neuerung möglich: Sie können die Spalte “Position” nun auch in Sichten vom Typ “Produktabhängigkeitshierarchie” mit aufnehmen und die Anzeige danach sortieren.

Sicht anpassen und entsprechend sortieren
Sicht anpassen und entsprechend sortieren

Jetzt sind Sie dran. Probieren Sie doch einfach aus, wie leicht Sie Produkthierarchien erzeugen können und teilen Sie uns Ihre Erfahrungen mit.