erneuern verändern Vorsprung schaffen – so lautet das Motto der diesjährigen microTOOL Nutzerkonferenz. Und dem wurde der 1. Tag mehr als gerecht.
Los ging es mit einem Blick in das neue in-Step. Mario Müller erklärte die Produktstrategie und verriet, dass hier nicht einfach Code portiert wird, sondern dass bei der nächsten Generation von in-Step tatsächlich alles neu sein wird. Und er machte das Potenzial dieser Entscheidung deutlich: jede Menge neue Funktionen für das ganze Team.
Wie produktbasiertes Arbeiten mit dem neuen in-Step aussieht, zeigten gleich anschließend Enrico Fritz und René Rönisch beim Erfassen und Dokumentieren von Anforderungen mit Ihrem Beispielprojekt fridgeNext. Neben dem neuen Bedienkonzept mit Userboard und Workspace konnten die neuen grafischen Modellierungsmöglichkeiten von in-Step begutachtet werden. Neue Konzepte wie Benutzergruppen und Nutzerprofile, Versionierung beliebiger Elemente und bedarfsgerecht nutzbarer XMI-Export – im neuen in-Step stecken viele funktionale Möglichkeiten.
Das aktuelle und das neue in-Step werden parallel weiterentwickelt. Und dass die Entwicklung bei in-Step 4.10 nicht still steht, dafür sorgen auch engagierte Anwender wie Johannes Motz. Mit seinem Vortrag zur Einführung des Testmanagements mit in-Step schilderte er anschaulich, welche Probleme bei der Migration und der Vereinheitlichung des Vorgehens zwischen verschiedenen Standorten zu überwinden sind. Auch den einen oder anderen Hinweis aus der Praxis hatte er für seine Zuhörer, z.B. wie wichtig es sein kann, bei Projektteams, die in verschiedenen Ländern arbeiten, ein gemeinsames Sprachverständnis zu entwickeln oder wie Excel-Tabellen bei der Konsistenzanalyse helfen können.
Übrigens, in-Step-Anwender profitieren von der Zusammenarbeit mit Herrn Motz: Es gibt eine neue Testmanagement-Komponente für in-Step 4.10. Ich werde sie hier im Blog demnächst noch genauer vorstellen.
Um das Testen – diesmal aus V-Modell-XT-Sicht – ging es auch im nächsten Vortrag: Carsten Seedorff erklärte, warum beim Testen weniger mehr sein kann und wie man durch geschickt konfigurierte Sichten für besseren „Durchblick“ bei Anforderungs- und Testmanagern sorgt.
Der Vormittag war schnell vorbei und es gab reichlich Gesprächsstoff für die Mittagspause auf der Terrasse. Danach ging es gleich weiter mit dem neuen in-Step. Mario Müller und René Rönisch zeigten wie Projektplanung zukünftig aussehen wird – ganz einfach: musterbasiert. Sie setzten live ein neues Projekt auf. Dabei zeigten die beiden nicht nur die Anwendung von Mustern, sondern auch wie man eigene Muster definiert und bereitstellt. Und mit Ihrem Projekt ging es dank Mustern wirklich schnell voran. Die Anforderungen konnten sie direkt aus der XMI-Datei übernehmen. Beim Import gab es auch gleich neue Funktionen zu sehen, u.a. können die zu importierenden Elemente einzeln ausgewählt werden und die Integration erfolgt via Merge.
Die Freigabe des neuen in-Step hatte Mario Müller am Vormittag für September 2013 angekündigt. Nach den Praxiseindrücken, gab er nun einen Ausblick auf die nächsten Schritte: Er lud alle Anwender ein, aktiv bei der Weiterentwicklung mitzumachen und mit microTOOL gemeinsam zu analysieren, welche Schwerpunkte bei der Daten- und Funktionsmigration gesetzt werden sollten.
Dann kamen wieder die Anwender zu Wort: Diesmal mit einem überraschenden Beispiel für den Einsatz von in-Step, der Erfüllung der rechtlichen Anforderungen aus dem Kartellrecht. Jens Wolf erklärte, wie in seinem Unternehmen mit in-Step die konzerninterne Policy umgesetzt und die Nachweisdokumentation aufgebaut wurde und konnte sich über viele Nachfragen freuen.
Und es gab noch mehr Beispiele für den Einsatz von in-Step: Dr. Erich Auer stellte vor, wie das V-Modell XT mit Toolunterstützung für den Einsatz in der Raumfahrtindustrie angepasst wurde. Ulrike Hoffmann und Carsten Frank gaben einen lebendigen Eindruck davon, wie es Ihnen mit quick wins gelungen ist, die Herausforderungen bei der Einführung und Vereinheitlichung von Prozessen erfolgreich zu meistern und möglichst viele Key User mit ins Boot zu holen.
Das Thema Testmanagement beschloß dann auch den Tag: Michael Lüttel und Ina Rudersdorfer berichteten von den vielfältigen Anforderungen an den Testmanagementprozess bei der Deutschen Flugsicherung und stellten ihre Lösung mit in-Step vor.
Ich hoffe, ich habe Sie ein wenig neugierig gemacht? Ach ja, wir waren natürlich wie jedes Jahr mit der Kamera dabei. Sie können sich also schon auf mehr Details und jede Menge weitere Eindrücke von der 23. microTOOL Nutzerkonferenz freuen. Demnächst hier im Blog.
Ich freue mich jetzt auf den 2. Tag, wenn es wieder heißt: erneuern verändern Vorsprung schaffen